„Wir wollen einen neuen Gründergeist im Land.“
Strahlende Augen bei der Verleihung des Gründerpreises Baden-Württemberg: Gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zeichnete Sparkassenpräsident Dr. Matthias Neth fünf herausragende Gründungen aus. Die prämierten Ideen zeigen die ganze Bandbreite der baden-württembergischen Gründerszene – von einer gelungenen Unternehmensnachfolge in der Immobilienbetreuung über das Recycling von Abbruchbeton bis hin zu Weiterbildungsangeboten rund um Künstliche Intelligenz. Der Preis setzt damit ein klares Zeichen für Gründergeist, Mut und unternehmerische Zukunftskraft im Land.
Ein starker Partner für Gründerinnen und Gründer: die Sparkassen
Im Gespräch mit Moderatorin Petra Klein machte Sparkassenpräsident Dr. Matthias Neth deutlich, wie wichtig verlässliche Finanzierungspartner für Gründerinnen und Gründer sind: „Es braucht jemanden, der an Gründungen glaubt und sie anschiebt.“ Jede zweite Existenzgründung wird von einer Sparkasse begleitet, so Dr. Matthias Neth.
Die Bewerbungen wurden von den 50 Sparkassen im Land eingereicht. Viele Institute verfügen dafür über spezialisierte Beratungsteams. Eine Expertenjury wählte aus allen Einreichungen fünf Unternehmen mit besonders überzeugenden Businessplänen aus – wegweisende Beispiele für erfolgreiche Unternehmensstarts in Baden-Württemberg.
„Unternehmertum ist die treibende Kraft von Fortschritt“
„Wir wollen einen neuen Gründergeist bei uns im Land. Unternehmertum ist die treibende Kraft von Fortschritt und Innovation in der sozialen Marktwirtschaft“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, bei der Preisverleihung: „Mut, Risiko- und Leistungsbereitschaft bei der Gründung und auch der Übernahme eines Unternehmens gehören, gerade in herausfordernden Zeiten wie den aktuellen, gewürdigt. Es ist mir ein persönliches Anliegen, Menschen, die bereit sind, ins Risiko zu gehen, die investieren und die Neues wagen, sichtbarer zu machen. Dieser Preis schafft dafür den Rahmen. Alle Preisträgerinnen und Preisträger sind Vorbilder und Zeichen dafür, dass es Unternehmen im Land jeden Tag aufs Neue gelingt, sich im Wettbewerb vor Ort sowie national und international zu beweisen. Das verdient Anerkennung und macht auch Mut.“
Dr. Matthias Neth und Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut übergeben die Preise. „Gründungsförderung – das ist eine Investition in Zukunft Baden-Württembergs“, betont der Sparkassenpräsident.
Jede zweite Existenzgründung wird von einer Sparkasse begleitet – und das seit vielen Jahren. „Es braucht jemanden, der an Gründungen glaubt und sie mit anschiebt“, so Dr. Matthias Neth.
Zurück an die Spitze
Dr. Matthias Neth, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, betonte gegenüber den Gründerinnen und Gründern: „Sie zeigen, dass mit neuen Ideen, mit Eigeninitiative und hohem Engagement Wirtschaft erneuert werden kann. Genau das braucht es für ein Musterländle 2.0. Baden-Württemberg muss sich wieder an die Spitze kämpfen. Als Sparkassen-Finanzgruppe stehen wir als Finanzierungspartner für diesen Wandel in der Wirtschaft bereit.“
Das sind die Gewinnerinnen und Gewinner des Gründerpreises Baden-Württemberg 2026
Platz 1: Der 1. Preis mit einem Preisgeld von 10.000 Euro ging an Emil Benz und Hugo Benz, Gründer der KLEEGO GmbH in Nagold. KLEEGO ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen für Hausmeisterservice, Reinigung, Grünpflege, Winterdienst und technische Objektbetreuung. Das Unternehmen verbindet zuverlässige Arbeit vor Ort mit digital gesteuerten Abläufen und intelligenter Einsatzplanung. So wissen die Mitarbeitenden im täglichen Einsatz klar, wann sie wo gebraucht werden und welche Aufgaben zu erledigen sind. Gleichzeitig erhalten Auftraggeber transparente, nachvollziehbare und verlässliche Servicequalität. KLEEGO sieht die Chance, in einem wichtigen und oft unterschätzten Markt als vertrauenswürdiger Partner neue Standards für professionelle Objektbetreuung zu setzen.
Nominiert von der Sparkasse Pforzheim Calw.
Kleego – Unternehmensnachfolge ist eine wichtige Form des Gründens. Emil Benz (links) und Hugo Benz (Mitte) haben in Nagold ein Dienstleistungsunternehmen für Objektbetreuung übernommen. Mit der Nachfolge sichern sie wirtschaftliche Substanz und eröffnen durch Digitalisierung und moderne Mitarbeiterführung neue Perspektiven.
Platz 2: Der mit einem Preisgeld von 7.500 Euro dotierte zweite Platz geht an die Rement GmbH mit Sitz in Karlsruhe. Das Gründerteam bereitet derzeit den industriellen Einsatz eines Verfahrens vor, mit dem Abbruchbeton in Sand und gefälltes Calciumcarbonat (PCC) umgewandelt werden kann. CO2 wird dabei dauerhaft mineralisch gebunden. Die technologische Idee stammt von Gründer Felix Baur, der Rement gemeinsam mit Dr. Achim Stammer und Robert Schleinhege führt. Das Start-up wird vom Institut für Massivbau und Baustofftechnologie (IMB) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) durch Infrastruktur und wissenschaftliches Sparring unterstützt.
Nominiert von der Sparkasse Karlsruhe.
Rement – Frischer Wind für die Recyclingbranche. Das junge Karlsruher Unternehmen Rement erprobt derzeit ein innovatives Verfahren, mit dem Abbruchbeton in hochwertige Bestandteile zerlegt werden kann. Felix Baur, der die Gründungsidee hatte, konnte bei der Preisverleihung nicht dabei sein. Dafür kamen neben den beiden Mitbegründern Dr. Achim Stammer und Robert Schleinhege auch einige Mitarbeitende auf die Bühne (v. l.): Amanda Allmang, Adrian Neukirch, Tim Kurz, Robert Schleinhege, Moderatorin Petra Klein und Dr. Achim Stammer.
Platz 3: Druckluft wird in vielen Produktionsbetrieben benötigt. Marco Jähnig und Thomas Warschburger bieten mit DSS Druckluftsysteme Süd in Hochdorf im Kreis Esslingen technisch durchdachte, wirtschaftliche und ressourcenschonende Lösungen zur Druckluftversorgung. Das Angebot reicht von der Analyse und Optimierung bestehender Anlagen über die Installation neuer Systeme bis hin zu Wartung, Reparatur und Effizienzberatung. DSS Druckluftsysteme Süd belegte den dritten Platz, der mit einem Preisgeld von 5.000 Euro verbunden ist.
Nominiert von der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.
DSS Druckluftsysteme Süd – „Druckluft ist unsere Leidenschaft“, brachten Thomas Warschburger (links) und Marco Jähnig (Mitte) ihre Motivation auf den Punkt. Von Hochdorf im Kreis Esslingen aus sorgen die beiden Gründer dafür, dass Unternehmen die passende Druckluftlösung finden – vom Zahnarzt bis zum Industriekonzern.
Platz 4: Unter dem Leitsatz „Vom Einfachen das Beste“ haben Katharina Traut und Maria Ulrich in Herbrazhofen bei Leutkirch im Allgäu einen historischen Gutshof aus dem Jahr 1853 zu einem Ort für nachhaltigen Tourismus, regionale Kulinarik und Begegnung entwickelt. Das tobel1853 vereint sechs Ferienapartments, ein regionales Bistro sowie Räume für Workshops, Seminare und Feiern unter einem Dach. Mit ihrem ganzheitlichen Konzept sicherten sich die beiden Gründerinnen den 4. Platz, der mit 2.000 Euro dotiert ist.
Nominiert von der Kreissparkasse Ravensburg.
tobel1853 – „Vom Einfachen das Beste“ lautet der Leitsatz von Katharina Traut (links) und Maria Ulrich (rechts). Die beiden Gründerinnen haben in Herbrazhofen bei Leutkirch im Allgäu einen historischen Gutshof aus dem Jahr 1853 in einen Ort verwandelt, der nachhaltigen Tourismus, regionale Kulinarik und ein authentisches Allgäuer Lebensgefühl verbindet.
Platz 5: Viele kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Frage, wie sie vorhandene Technologien effizient und risikobewusst nutzen können. Das Weiterbildungsunternehmen Codeverge mit Sitz in Pforzheim, gegründet von Jani Ojala und Alexander Schnebel, setzt genau hier an: Mit modular aufgebauten, staatlich geförderten Schulungsprogrammen befähigen sie Mitarbeitende aller Unternehmensbereiche, Künstliche Intelligenz strategisch, sicher und produktiv zu nutzen. Die Geschäftsidee wurde mit dem fünften Platz ausgezeichnet, der mit 1.000 Euro dotiert ist.
Nominiert von der Sparkasse Pforzheim Calw.
Codeverge – Gründer Alexander Schnebel (Mitte) vergleicht den Gründungsprozess mit einer weiten Reise: „Ohne die Förderung der Sparkasse wären wir heute nicht hier.“ Das Unternehmen Codeverge, das er gemeinsam mit Jani Ojala (links) in Pforzheim gegründet hat, ist Anbieter für technologische Weiterbildung.
Mit der Auszeichnung für das Lebenswerk ehrten Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Sparkassenpräsident Dr. Matthias Neth den Gründer und Geschäftsführer der INIT GmbH und heutigen Vorstandsvorsitzenden der init SE, Dr. Gottfried Greschner.
Die Pressemitteilung zur Ehrung des Lebenswerks von Dr. Gottfried Greschner finden Sie auf unserer Internetseite unter www.sv-bw.de/presse/pressemitteilungen.
Dr. Gottfried Greschner, Gründer der INIT GmbH, heute init SE, erhielt den Preis für sein Lebenswerk. Aus einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit entwickelte er seine Gründungsidee. Heute sorgen die integrierten Hard- und Softwarelösungen der init SE an vielen Orten der Welt für einen reibungslosen öffentlichen Personennahverkehr.
Fotos: ARTIS-Uli Deck